Auslegerkran

Auslegerkran versorgt Windenergieanlagen auf hoher See

09.08.12 | Redakteur: Ute Drescher

Elektromechanik statt Hydraulik hebt bei dem Auslegerkran von Pfaff-Silberblau Lasten bis 5 t.
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Elektromechanik statt Hydraulik hebt bei dem Auslegerkran von Pfaff-Silberblau Lasten bis 5 t. (Bild: Columbus McCinnon)

Mit einer Auslegerlänge von bis zu 12 Metern hebt der elektromechanische Kran von Columbus McKinnon Lasten von bis zu 5 Tonnen – auch Off-Shore bei hohem Seegang. Damit eignet er sich als Arbeitskran für den Transport von Wartungsmaterial und Servicepersonal auf Fundamente von Windenergieanlagen.

Als Arbeitskran transportiert der neue Auslegerkran der Marke Pfaff-Silberblau von Columbus McKinnon Wartungsmaterial und Servicepersonal auf Fundamente von Windenergieanlagen, Öl- und Erdgasplattformen, aber auch in Hafenanlagen und auf Schiffen.

Der elektromechanische Kran von Pfaff-Silberblau ist den standardmäßigen Hydraulikkranen weit überlegen. Aufgrund seiner Konstruktion, der korrosionsbeständigen Komponenten sowie der Verarbeitung gewährleistet er nicht nur Verfügbarkeit, geringen Wartungsaufwand und lange Lebensdauer. Mit seiner „sauberen“ Elektromechanik ohne Hydraulik-Öle, die austreten und der Umwelt schaden können, schützt der Kran auch die Meeresökologie.

konstruktionspraxis hat Andreas Maier, Leiter Engineered Solutions and Services bei Columbus McKinnon, zur Entwicklung des Auslegerkrans befragt.

Im Wesentlichen besteht der Kran aus einem Spindelhubelement für die Auslegerverstellung, einer Seilwinde zum Heben und Senken der Last und einem Schwenkantrieb zum Drehen.

Das Spindelhubelement stammt aus dem Baukastensystem der Marke Pfaff-Silberblau. Es verhindert mit seiner Selbsthemmung im Getriebe und der Spindel das unbeabsichtigte Absenken des Auslegers. Die Sicherheit der Konstruktionslösung gewährleistet eine zusätzliche Federdruckbremse, die auch für Positioniergenauigkeit sorgt. Die Seilwinde zum Heben und Senken der Last ist im Kran integriert und so vor aggressiven Umwelteinflüssen – vom Salzwasser bis zum Vogelkot – geschützt. Ein Überlastschutz in der Steuerung verhindert Schäden an Hubelement und Seilwinde durch zu schwere Lasten. Die Schwenkbewegung des Krans leistet eine Kugeldrehverbindung mit Getriebemotor.

Unterschiedliche Hub-, Wipp- und Schwenkgeschwindigkeiten gleichen Seegang aus

Die elektrischen Antriebe erlauben unterschiedliche Hub-, Wipp- und Schwenkgeschwindigkeiten, um den Seegang des zu be- oder entladenden Schiffs auszugleichen. Je höher die Wellen, desto höher sind auch die Hubgeschwindigkeiten.

Oberflächenbeschichtung schützt vor Korrosion

Columbus McKinnon hat den Kran ganz speziell für Offshore-Anwendungen entwickelt. Alle mechanischen und elektrischen Komponenten verfügen über einen Korrosionsschutz und sind mit einer widerstandsfähigen Oberflächenbeschichtung versehen. Damit erfüllt der Kran die Anforderungen hinsichtlich der Standzeiten, die der maritime Einsatz fordert. Verschiedene Ausführungen sind verfügbar, vom Handkran mit starrem Ausleger, der per Handwinde und manuellem Schwenkantrieb betätigt wird, bis zum vollständig elektrisch betriebenen Kran mit Funkfernsteuerung.

Columbus McKinnon liefert den Pfaff-Silberblau-Offshore-Kran als Komplettleistung inklusive Konstruktion, Herstellung, Montage, Abnahme und Inbetriebnahme sowie Schulungen und Service- und Wartungsarbeiten auch Offshore. Der Kran wird von allen anerkannten Instituten wie wie Germanischer Lloyd, TÜV, Det Norske Veritas oder Lloyd's Register Group abgenommen. (ud)

Übersicht über die Hebetechnik von Pfaff-Silberblau

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