Windkraftanlagen

Erste REpower-Anlage für Offshore-Windpark alpha ventus errichtet

13.10.2009 | Redakteur: Stefanie Michel

Aufbau des Offshore-Windparks alpha ventus: die erste REpower 5M-Anlage im Baufeld Bild: Offshore-Stiftung/Jan Oelker

Die REpower Systems AG hat Anfang Oktober die erste von insgesamt sechs REpower 5M für das Offshore-Testfeld alpha ventus errichtet. Die Anlagen haben eine Nennleistung von je fünf

Die REpower Systems AG hat Anfang Oktober die erste von insgesamt sechs REpower 5M für das Offshore-Testfeld alpha ventus errichtet. Die Anlagen haben eine Nennleistung von je fünf Megawatt (MW) und bis zur Blattspitze eine Höhe von 155 Metern über dem Meeresspiegel.

Realisiert wird der erste deutsche Offshore Windpark durch das Konsortium der Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall. Der Standort von alpha ventus befindet sich rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum.

Bereits Anfang September verankerte das größte Kranschiff der Welt „Thialf“ sechs sogenannte Jacket-Fundamente auf zuvor errichteten Pfahlkonstruktionen (Piles) in rund 30 Metern Wassertiefe. Auf einer dieser Gitterstrukturen, die besonders für große Wassertiefen geeignet sind, wurde die erste REpower-Turbine errichtet. Fünf weitere Windenergieanlagen sollen bis Jahresende folgen. „Wir erwarten, dass die erste Anlage noch im vierten Quartal dieses Jahres Strom ins Netz einspeisen wird“, berichtet Norbert Giese, Direktor Offshore von REpower Systems. „Von 18 errichteten Anlagen des Typs REpower 5M haben wir nun bereits neun erfolgreich auf dem offenen Meer installiert, alle in großen Wassertiefen bis zu 45 Metern. Damit ist REpower weiterhin Marktführer im Segment der Multimegawatt Offshore-Turbinen und beim Einsatz fern der Küste in tiefen Gewässern.“

Spezielle Entwicklungen für den Offshore-Einsatz

Hierzu Wilfried Hube, Gesamtprojektleiter von alpha ventus: „Wir freuen uns, dass wir in diesem Projektabschnitt nun gemeinsam mit REpower die erste Anlage des Typs 5M auch in deutschen Hoheitsgewässern errichten. Jetzt, da die ersten sechs Windenergieanlagen bereits in der Inbetriebnahme sind, setzen wir zum Endspurt an, um den Windpark noch in diesem Jahr fertig zu stellen.“

Die Anlagen des Typs REpower 5M zeichnen sich durch ihre spezielle Entwicklung für den Offshore-Einsatz aus. „Wir haben beispielsweise sehr viel Wert auf Servicefreundlichkeit gelegt. Die Komponenten sind großzügig ausgelegt und die Turbinen sollen später mit einer Wartung pro Jahr auskommen“, so Giese. Bei optimalen Windverhältnissen soll jede der sechs Anlagen pro Jahr rund 18 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom ins Netz einspeisen. Insgesamt wird der Windpark alpha ventus jährlich Strom für den Verbrauch von rund 50 000 Haushalten erzeugen. Vor der Errichtung auf See wurden im niederländischen Basishafen Eemshaven zunächst die Nabe und drei Rotorblätter zum sogenannten Rotorstern vormontiert. Anschließend wurden alle Komponenten der ersten Windenergieanlage – also zwei Turmsegmente, eine Gondel sowie der Rotorstern – mit einer Jackup-Barge zum Offshore-Baufeld transportiert.

Regierung fördert Errichtung neuer Windparks

Erst kürzlich hat das Bundeskabinett einen neuen Raumordnungsplan verabschiedet. Der Beschluss sieht die Errichtung von 30 Windparks in der Nordsee sowie zehn weiteren in der Ostsee vor. Insgesamt sollen die geplanten Projekte eine Kapazität von rund 12 000 MW haben und dazu beitragen, die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Diese sehen vor, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis 2020 auf 30 % zu erhöhen und bis 2030 rund 25 000 MW über Offshore-Anlagen zu erbringen.

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