Offshore-Windpark

Weltweit werden Offshore-Windparks zum Milliardenmarkt

25.08.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Hohe Investitionen in Offshore-Windparks eröffnen neue Geschäftsmöglichkeiten, prognostiziert das Energieberatungsunternehmen ODS-Petrodata. Bild: Siemens

Die globale Kapazität von Offshore-Windparks wird laut einer Studie des Energieberatungsunternehmens ODS-Petrodata im kommenden Jahrzehnt jährlich um 32 % wachsen. Der Bericht „International Offshore Wind Market to 2020“ prognostiziert, dass die Kapazität von Offshore-Windparks weltweit bis zum Jahr 2020 bis auf 55 GW steigen wird.

Auf der Basis einer Analyse von mehr als 700 Projekten und Prognosen in der Datenbank ODS-Petrodatas geht das Unternehmen nach eigenen Angaben davon aus, dass bis zum Jahre 2014 61,4 Mrd. US-Dollar in Offshore-Windparks investiert werden. Im Zeitraum von 2016 bis 2020 könnten sich diese Investitionsausgaben verdoppeln.

Kreditkrise bremst Windenergie nur vorübergehend

„Die Kreditkrise und andere einschränkende Faktoren haben den Markt zwar gebremst, es besteht in diesem Sektor jedoch auch weiterhin eine immense Geschäftsgelegenheit“, sagt David Gault, Renewables Manager beim Energieberatungsunternehmen. Bei den Offshore-Windparks handle es sich um große Industrieprojekte, für deren Fertigstellung große Mengen an Gerätschaften, Arbeitskraft und Innovation erforderlich sein würden: „Der Zeitpunkt eignet sich ausgezeichnet für Unternehmen in anderen Sektoren, beispielsweise in der Offshore-Öl- und Gasförderung, um zu überlegen, ob sie nicht auch ein Stück von diesem Kuchen abhaben möchten.“

Engpässe in der Windenergie-Lieferkette würden bereits durch neue Marktteilnehmer behoben. Mehrere junge europäische Hersteller von Turbinen, die für einen Offshore-Einsatz geeignet sind, werden die Vorherrschaft von Siemens und Vestas in den nächsten Jahren herausfordern, heißt es in der Mitteilung von PDS-Petrodata. Hinzu kämen in der Zukunft noch asiatische Hersteller, unter anderem südkoreanische Konglomerate wie Hyundai und mindestens zehn chinesische Unternehmen.

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